Anni stellt sich vor

 

„Oh, Sie kenn ich ja noch gar nicht……….“   Dies war ein anfangs häufiger Satz am Marktstand, mittlerweile kennen schon viele Kunden mein Gesicht und wissen um meine Tätigkeit als Praktikantin. Damit es nicht nur dabei bleibt, möchte ich ein wenig von meinen Weg zum Gärtnerhof erzählen.

Ich bin  22 Jahre alt und in der Kleinstadt Elmshorn in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Da ein Teil meiner Familie in Landwirtschaft und Gartenbau verhaftet ist, absolvierte ich im Anschluss an die Schule ein längeres Praktikum auf einem demeter-Hof. Die Freunde an der Natur und der Wunsch, diese zu erhalten, führten mich zu der Entscheidung, Ökolandbau & Vermarktung an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde zu studieren. Die ersten drei Semester lernte ich eine Menge über die Akteure des Agrarökosystem, vom Boden über die Pflanzen- und Tierwelt bis zum Landwirt kennen. Zum 4.Semester war es dann vorgesehen, im Rahmen eines Praktikums diese Kenntnisse praktisch zu erfahren und zu vertiefen.

Mein Interesse an Gemüsebau und bio-veganer Landwirtschaft ließen mich auf den Gärtnerhof Bienenbüttel stoßen. Bei einem ersten Besuch begeisterten mich die große Kulturvielfalt des kleinen Hofes und dessen liebevolle Gestaltung. Während der anschließenden einwöchigen Probezeit lernte ich beim gemeinsamen Arbeiten und Beisammensein alle Bewohner kennen und fühlte mich direkt wohl. Seit April bis Ende August lebe ich jetzt hier und bin sehr froh über diese Möglichkeit. In allen Bereichen von der Anzucht, Pflanzung, Pflege bis zur Ernte und der anschließenden Vermarktung arbeite ich mit und verfolge den Entwicklungsprozess der Pflanzen.

Gerade in der Sommerzeit beginnt der Hof sich in seiner großen Gemüsevielfalt zu zeigen. Die erste rote Tomate, die ersten grünen Bohnen, die erste große Möhre und Rote Beete, so folgt in letzter Zeit eine Freude auf die Nächste. Wer am Marktstand fragt, was denn alles aus eigener Ernte ist, muss sich daher derweilen auf eine längere Antwort gefasst machen. Die erste rohe Geschmacksprobe und gemeinsame Verkostung des eigenen Gemüses beim Mittagessen ist stets ein besonderes Highlight. Optisch „boah“, geschmacklich „Mhh“, so könnte man das darauffolgende Tischgespräch zusammenfassen. Und die nächste Kultur steht schon in den Erdlöchern um geerntet zu werden. Ich verrate schon mal so viel, sie beginnt mit K und viele Kunden warten schon sehr darauf …